
Ihr erster Überblick
Parodontitis — umgangssprachlich auch Parodontose genannt — zählt laut Bundeszahnärztekammer zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Sie ist die führende Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen. In unserer Praxisklinik im Wiley in Neu-Ulm verbinden wir parodontologische Therapie mit mund-, kiefer- und gesichtschirurgischer Kompetenz. So begleiten wir Sie von der präzisen Diagnose, bei Bedarf auch mit unserem 3-D Röntgen, bis zur chirurgischen Behandlung in einem einzigen Haus.
Symptome erkennen: Wann sollten Sie handeln?
- Zahnfleischbluten beim Zähneputzen oder spontan
- Dauerhaft schlechter Atem oder Mundgeruch
- Zahnfleischrückgang und freiliegende Zahnhälse
- Lockerung einzelner oder mehrerer Zähne
- Vertiefte Zahnfleischtaschen (über 4 mm)
- Druck- oder Spannungsgefühl beim Kauen
Parodontitis verläuft anfangs schmerzfrei. Das macht eine frühzeitige Diagnose so entscheidend. In der DOC Praxisklinik beginnen wir mit dem Parodontalen Screening-Index (PSI): einer standardisierten Sondierungsmessung der Zahnfleischtaschen. Ergänzend erfolgt eine Röntgendiagnostik mit einer Panoramaaufnahme (OPG). Bei Bedarf setzen wir zusätzlich die Digitale Volumentomographie (DVT) ein: ein dreidimensionales Röntgenverfahren mit reduzierter Strahlendosis. Damit beurteilen wir präzise, wie weit der Kieferknochen bereits zurückgegangen ist.
Diese strahlungsarme 3-D-Bildgebung gehört zu unserer Standardausstattung und steht direkt im Haus zur Verfügung. Viele Patientinnen und Patienten bemerken zunächst nur leichtes Zahnfleischbluten und unterschätzen dieses Warnsignal. Wer früh zur Untersuchung kommt, profitiert von einer schonenderen und kürzeren Behandlung.
Mögliche Anzeichen einer Parodontitis
Haken Sie ab, welche Symptome Sie bei sich bemerken.
Parodontitis-Therapie in der DOC Praxisklinik: von der Tiefenreinigung bis zur Chirurgie
- Dreistufiger Ablauf: Vorbehandlung, geschlossene Therapie, ggf. chirurgische Phase
- Gesamtdauer üblich 3 bis 6 Monate, abhängig vom Schweregrad
- Chirurgische Parodontaltherapie und Rezessionsdeckung im Haus
- Periimplantitis-Behandlung bei entzündeten Implantaten
- Sanfte Anästhesieverfahren auf Wunsch bis hin zur Sedierung
Parodontitis-Therapie folgt in unserer Praxisklinik einem strukturierten, leitlinienkonformen Ablauf nach der PAR-Richtlinie. Gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie (DG PARO) gliedert sich die Behandlung in klar definierte Schritte. Wir erläutern Ihnen jeden Schritt vorab in einem persönlichen Beratungsgespräch. Mehr dazu in unserer Oralchirurgie.

- Vorbehandlung und Aufklärung: Wir reinigen die Zähne professionell. Harte und weiche Beläge werden vollständig entfernt. Mundhygiene-Techniken besprechen wir individuell mit Ihnen.
- Geschlossene Therapie (Scaling und Root Planing): Unter lokaler Betäubung (auf Wunsch Sedierung) reinigen wir die Wurzeloberflächen unterhalb des Zahnfleischs. Der bakterielle Biofilm wird aus den Zahnfleischtaschen entfernt. Bei aggressiven Verläufen ergänzen wir eine mikrobiologische Diagnostik mit gezielter antibiotischer Begleittherapie.
- Chirurgische Phase (bei Bedarf): Tiefe Zahnfleischtaschen oder ausgeprägter Knochenabbau erfordern eine chirurgische Parodontaltherapie. Hier kommt unsere oralchirurgische und mund-, kiefer- und gesichtschirurgische Erfahrung zum Tragen. Wir führen Lappenoperationen, regenerative Verfahren und die Rezessionsdeckung bei sichtbarem Zahnfleischrückgang durch.
Eine Besonderheit unserer Praxisklinik ist die Periimplantitis-Behandlung: Periimplantitis ist eine Entzündung des Gewebes rund um dentale Implantate. Sie verläuft ähnlich wie die Parodontose am natürlichen Zahn und gefährdet den Implantaterhalt. Als chirurgisch geprägte Praxisklinik reinigen wir Implantatoberflächen, entfernen entzündetes Gewebe und bauen verlorenen Knochen mit regenerativen Techniken wieder auf. Für angstempfindliche Patientinnen und Patienten stehen abgestufte Anästhesieverfahren bis hin zur Sedierung bereit. Weitere Behandlungsfelder finden Sie in unserem Leistungsspektrum.
Im Beratungsgespräch klären wir alle individuellen Fragen ausführlich. Nachfolgend finden Sie die Antworten auf die häufigsten Fragen von Patientinnen und Patienten aus Ulm, Neu-Ulm und dem Umland.
Parodontitis ist nicht vollständig heilbar, aber sehr gut beherrschbar. Idealerweise erzielt man den Stillstand der Erkrankung. Ohne regelmäßige Nachsorge — Unterstützende Parodontitistherapie alle 3 bis 6 Monate — kommt die Erkrankung typischerweise zurück.

